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© Patrick Karez 2014

 

Was ein Journalist schreibt. Muß wahr sein. Was ein Wissenschaftler schreibt. Muß richtig sein. Was ein Schriftsteller schreibt. Muß weder wahr noch richtig sein. Einzig gut geschrieben muß es sein.

(Patrick Karez)

*

If you would not be forgotten as soon as you are dead, either write something worth reading or do things worth writing.

(Benjamin Franklin)

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SEROTONIN

Ausnahmsweise. Muß ich den ORF heute mal loben.

(Link: „Serotonin“ Houellebecq schickt Frankreich in die Hölle)

Er hat wirklich was auf dem Kasten. Dieser Chefredakteur. Gerald Heidegger. Er hat Ahnung. Von dem. Was er schreibt. Und das ist heutzutage leider schon eine Seltenheit geworden. Zumindest was die Massenmedien anbelangt. Ist sein Beitrag über das neue Buch „Serotonin“ von Michel Houellebecq nicht nur intelligent und gut geschrieben. Er ist vor allem (politisch) NEUTRAL. Und das ist heutzutage eigentlich nirgends mehr zu finden. Inzwischen. Kommt es mir nämlich schon so vor. Als seien sämtliche Medien gleichgeschaltet worden. Ich weiß: „gleichgeschaltet“ ist ein ganz böses „Nazi“-Wort. Welches man nicht verwenden darf. Mir ist es egal. Ich verwende es trotzdem. (Und ich bin alles andere als ein „Nazi“.) Es ist schon erstaunlich. Daß man mit Leuten spricht. Teilweise nicht nur mit ganz jungen und unerfahrenen. Die einem dann alle ganz genau das gleiche erzählen. Und zwar (und das ist das Verdächtige daran!) Wort für Wort. Wie ferngesteuert. Wie eine Zombie-Armee: Sagen sie alle: Donald Trump ist ein Arschloch. Vladimir Putin ist ein Arschloch. Bashar Al-Assad ist ein Arschloch. Alexander Gauland ist ein Arschloch. Heinz-Christian Strache ist ein Arschloch. Marine Le Pen ist ein Arschloch. (Beziehungsweise müßte es richtig gegendert ja „Arschlöchin“ heißen – aber, oops, negativ konnotierte Wörter werden ja niemals gegendert, auch das ist eine Tatsache!) Et cetera. Wenn man dann etwas tiefer nachbohrt. Dann wissen die meisten. Nicht einmal. Welcher Partei der jeweilige Politiker angehört. Dann weiß wiederum ich. Daß die politische Meinung der Betreffenden nicht von weit hergeholt sein kann. Im wahrsten Sinne des Wortes. Frage ich mich. Warum es in Deutschland und in Österreich keinen einzigen Journalisten (der offiziellen, staatlichen oder staatstreuen Medien) mehr gibt. Der zum Beispiel schreibt: „Donald Trump/Vladimir Putin/Bashar al-Assad/etc. ist ein Arschloch, ABER…“. Denn irgend etwas Gutes müßte doch an jedem Menschen zu finden sein. Sogar an einem Politiker. Aber nein. Sie sind allesamt Arschlöcher. Und Punkt. Und die Masse kaut es dann unreflektiert nach. Und wider. Wie dumme Schafe. Wie eine Masse. Hypnotisierter Kaninchen. Ohne die großen Zusammenhänge zu kennen. Ohne sich eigentlich wirklich für die großen Zusammenhänge zu interessieren. Denn es ist ja auch viel einfacher so. Einfach nachzuplappern. Was die Journalisten (der offiziellen, staatlichen oder staatstreuen Medien) so von sich geben. Denn das wird schon stimmen. Nun. Meine Eltern sind in der ehemaligen CSSR großgeworden. In der ehemaligen Sowjetunion. Haben sie mir eines fürs Leben beigebracht: „Traue keinem! Auch dem Staat nicht! Mach‘ Dir immer ein eigenes Bild von der Sache!“ Und das tue ich. Zugegeben. Ist es viel schwieriger so. Aber es lohnt sich. Und ich kann es jedem Menschen nur ans Herz legen. Natürlich. Ist es nicht angenehm. Gegen den Strom zu schwimmen. Und als einziger in einer Diskussionsrunde zu sagen: „XYZ mag vielleicht ein Arschloch sein, ABER…“.

Aber. Nun stellt sich allmählich die Frage: In was für einem System leben wir überhaupt? Böse Zungen behaupten ja gar, die ehemalige DDR sei gar nicht in der ehemaligen BRD aufgegangen, sondern die BRD sei selbst zur DDR geworden. Ich weiß es nicht. Ich lebe nicht in Deutschland. Und ich habe es auch nicht unbedingt vor. Aber eines ist klar: ALLE diese oben genannten Politiker sind Politiker des rechten Spektrums. Ergo könnte man daraus folgende These ableiten:

Jeder, der rechts ist, ist ein Arschloch.

(Beziehungsweise: Jeder der links ist, ist ganz toll – und hat sich bereits zeitlebens ein sicheres Plätzchen im Himmel reserviert!) (Aber, oops, Linke glauben ja nicht an den Himmel, also streichen wir den letzten Zusatz wieder!) Und noch ein weiteres Faktum sehe ich somit ganz klar und deutlich: In Deutschland (und auch immer noch in Österreich, trotz kürzlich erst erfolgten, politischen Paradigmenwechsels) gibt es inzwischen kaum mehr eine Möglichkeit für Intellektuelle, sich jenseits der staatlich vorgeschriebenen „roten Linie“ zu bewegen (kleine Anmerkung: Rot ist dort, wo alles Rechte anfängt). Das Problem ist jedoch, daß ein Intellektueller sich stets außerhalb dieser staatlich vorgeschriebenen „roten Linie“ bewegt – ja, sogar bewegen muß – sonst wäre er ja schließlich kein Intellektueller (sondern lediglich einer der vielen anderen Apparatschiks). Ein Intellektueller muß unangenehm sein! Er muß unangenehme Fragen stellen – und stellen dürfen! Er muß sich außerhalb der Mainstream-Meinung des Establishments bewegen dürfen! Er muß diese Mainstream-Meinung des Establishments infrage stellen dürfen!

Und daraus resultiert auch meine nächste Frage: Gibt es in Deutschland überhaupt noch Intellektuelle? Ich meine: so richtige!? Philosophen, meine ich. Dichter und Denker. (Schließlich waren wir ja mal das „Land der Dichter und Denker“!) Also Schriftsteller. Aber Schriftsteller bitte schön, die eine eigene Meinung haben!? Eine Meinung, die der staatlich verordneten Direktive gehörig zuwiderläuft!? Fehlanzeige! Sämtliche deutschsprachige Schriftsteller sind links as links can und käuen lediglich dieselben hohlen, linken, vom Staate vorgegeben Direktiven wider – und tun dabei so, als seien es ihre eigenen Erkenntnisse. Fakt ist: Es gibt in Deutschland (aber auch in Österreich) keinen einzigen (erfolgreichen) Schriftsteller, der sich völlig gegen den Mainstream stellt, der es zum Beispiel wagt, die EU infrage zu stellen, oder die „Willkommenskultur“, oder was weiß ich – alles halt! Die einzigen Menschen in Deutschland (und sie sind wahrlich keine Künstler!), die ihre eigene Meinung vertreten, sind, so weit ich das erkennen kann, nurmehr Gregor Gysi, Sarah Wagenknecht und Thilo Sarrazin, sowie Alexander Gauland natürlich. Das Erstaunliche daran ist, daß drei von ihnen Linke (!) sind – nur einer von ihnen ist rechts, also bürgerlich-konservativ, und der wird vom Establishment weiß Gott wie angefeindet und niedergemacht (dafür aber vom „einfachen Volk“ um so mehr gewählt)! Dies alles bestätigt meine Annahme: Ein Linker (egal ob Sozialdemokrat, wie Thilo Sarrazin, oder Pseudo-Kommunist, wie Gysi und Wagenknecht) dürfen sich weiß Gott wie weit aus ihrem politischen Fenster lehnen, denn dieses befindet sich ja letztendlich und trotz allem immer noch im linken Mainstream-Spektrum! Aber wehe, ein Rechter lehnt sich auch nur ein Stückchen weit hinaus! Das alles, verehrter Leser, hat mit „Demokratie“ und „Freier Meinungsäußerung“ rein gar nichts mehr gemein! Und alle fadenscheinigen Argumente der Linken („Wehret den Anfängen!“, „Man darf Rechten kein Stück weit Terrain überlassen!“, „Nach dem Holocaust darf es in Deutschland niemals wieder eine rechte Politik oder Gesinnung geben!“, etc.) bestätigen doch nur, daß das Deutsche Volk mittlerweile in einer Gesinnungsdiktatur lebt. Vermutlich ohne es zu wissen, leben die Deutschen in einer demokratischen, parlamentarisch legitimierten, sozialistischen Diktatur, die sich selbst beschönigend „soziale Marktwirtschaft“ schimpft, angeführt von einer Ex-DDR-Bonzin, wobei sich diese Gesinnungsdiktatur jedoch selbst als frei und solidarisch verkauft, beziehungsweise die ganze Welt nach ihrem eigenen Vorbild ummodulieren möchte („Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“), der ganzen Welt ihre eigene (falsche) Ideologie aufdrücken möchte – doch das Problem hatten wir doch schon mal, und es ist zudem hochnotpeinlich. Österreich hat unlängst einen anderen Weg gewählt (den genau entgegengesetzten!) (mehr als 60% aller Österreicher haben rechts gewählt – sind das alles wirklich lauter dumme „Nazis“!?), aber es wird hier noch sehr, sehr viele Jahre brauchen, um die Fehler der jüngsten Vergangenheit zu korrigieren, genauso wie es derzeit auch in den USA der Fall ist. Insgesamt ist ja ohnehin eine Kehrtwende in die jeweils nationale Politik nicht mehr von der Hand zu weisen (von den Linken vollmundig und unheilschwanger als „Rechtsruck“ tituliert), nur Deutschlands Noch-Kanzlerin will unbedingt ihren eigenen Weg (in die DDR) weitergehen, entgegen aller Zeichen und Wunder – und reißt unter Umständen dabei ein ganzes Volk mit sich in den Untergang – wieder mal, denn auch das hatten wir schon mal, und es ist zutiefst tragisch und bedauernswert, denn das Deutsche Volk hat in der jüngeren Geschichte schon zu genüge gelitten, seine Potentaten (jedwelcher politischen Couleur) sollten es endlich in Ruhe lassen, aber dies wird leider nicht so schnell geschehen, denn die Deutschen sind leider sehr duldsam und absolut obrigkeitstreu. Das Problem ist, daß der Mainstream und das Establishment (und zwar weltweit!) inzwischen dermaßen von linken Ideologen durchsetzt und unterwandert sind, daß selbst einem rechten Präsidenten in aller Regel die Hände gebunden sind, weshalb dieser logischerweise als erstes die demokratischen Strukturen peu-à-peu aushebeln- und schließlich gänzlich abschaffen wird (Rußland, Türkei, USA, etc.), um überhaupt etwas verändern zu können. Das blüht uns in Zukunft allen – auch den Deutschen! – den einen eben früher, den anderen später, aber es ist inzwischen unumkehrbar geworden. Wie perfide (linke) Mainstream-Medien verfahren, wird besonders am Bilde Donald Trumps deutlich, wo völlig unreflektiert, ungerecht und selbstherrlich, ein jeglicher Schritt des Präsidenten als eine „negative und katastrophale Entscheidung“ verurteilt wird. Selbst politisch völlig unbedarfte Menschen werden inzwischen schon stutzig ob dieser völlig unreflektierten und undifferenzierten Berichterstattung. Denn leider widersprechen sich diese (linken) Mainstream-Journalisten permanent. All die Jahre beklagte das linke Establishment nämlich die überdominante Rolle der USA, geißelte und verurteilte letztere für deren unliebsame Rolle als „Weltpolizist“. Nun erklärt der Amerikanische Präsident jedoch, die USA wollen „kein Weltpolizist“ mehr sein und zögen sich aus der Außenpolitik weitestgehend zurück, um sich auf innenpolitische Probleme zu konzentrieren (wie es ja auch sein sollte!), da brüllt plötzlich das gesamte linke Mainstream-Establishment auf und verurteilt Donald Trump für diesen Schritt! Ja, werter Leser: die armen Kurden sind doch in Wahrheit jedem und allen scheißegal. Und einmal abgesehen davon: Was geht uns das alles schon an!? Aber nein, dieser schreckliche Trump! Jetzt zieht er sich aus Syrien zurück! Und überläßt den Russen das Feld!? What the fuck!? Man sollte doch froh sein darüber, daß Amerika sich nicht mehr einmischt (denn Amerika hat im Zwanzigsten Jahrhundert einen katastrophalen und fatalen außenpolitischen Fehler nach dem anderen gemacht! – und das sage ich selbst, als großer Amerikafreund, aber leider bin ich nun mal auch Historiker, ich muß den Tatsachen und der Wahrheit also ins Auge sehen, so unliebsam diese auch für mich sein mögen). Ergo: Je weniger die Amis in der Weltpolitik mitmischen, desto besser für uns alle! Aber was sagt der linke Mainstream dazu? „Eine Katastrophe! Trump hat mal wieder die Weltgemeinschaft (sic!) düpiert!“ Dies ist nur eines von Millionen Beispielen, die alle zu nennen müßig wäre – und zudem den Rahmen dieser kleinen Abhandlung hier bei weitem sprengen würde.

Also zurück. Zum Start. Und damit zu Michel Houellebecq. Man kann von ihm halten was man will. Mich persönlich nerven seine beständigen „Penis-Monologe“. In denen sich für meinen Geschmack viel zu Vieles um (frustrierte) Libido und Erektionsprobleme dreht. Nun denn. Jedem das Seine. (Oops! Schon wieder so ein „Nazi“-Spruch! Den mein Verlag mir übrigens in einem meiner Bücher zu verwenden verboten hatte. So viel zum Thema „freie Meinungsäußerung in einer freien, demokratischen Welt“.) Aber eines muß man Michel Houellebecq lassen: Er ist stets am Puls der Zeit. Sei es in „Plateforme/Plattform“. Wo er bereits 2001 einen großen (islamisch motivierten) Bombenanschlag auf die westliche Kultur vorhersagt. (Und das schrieb er bereits vor den Anschlägen in New York, am 11. September!) Oder in „Soumission/Unterwerfung“. Wo ein islamischer Politiker Französischer Präsident wird und kurzerhand die Scharia einführt. Oder eben jetzt. In „Sérotonine/Serotonin“. Wo es unter anderem auch um die Proteste der Franzosen gegen ihre Regierung geht. Aber das allein reicht nicht aus, um ein guter Schriftsteller zu sein. Auch der Stil Michel Houellebecqs läßt teilweise zu wünschen übrig. Zudem sind seine Romane durchweg autobiographisch geprägt. Aber eines muß man Michel Houellebecq lassen: Er ist und bleibt bei allem (politisch) neutral. Dies hat zur Folge, daß sich nun beide Spektren der (politisch ideologischen) Intelligentia mit seinen Schriften und Aussagen identifizieren können. Rechte wie Linke. Und das ist die große Kunst. Zumal in Deutschland oder in Österreich. Wo es ja an sich unmöglich ist für einen Intellektuellen (Schriftsteller oder Künstler), politisch rechte Position zu beziehen. Viel zu schnell wird man dann abgestempelt. Geradezu abgekanzelt. Und zwar als „Nazi“. In Frankreich hingegen ist das ganz anders. Es gab zur (traditionell immer eher links stehenden) Intelligentia auch immer schon rechte Intellektuelle. Die genauso ernst genommen und geschätzt wurden und werden wie ihre linken Kollegen. André Gide zum Beispiel. Oder Paul Claudel. Um nur zwei von ihnen zu nennen. Warum ist das bei uns nicht möglich? Warum sind Österreich und Deutschland die einzigen Länder auf dieser Erde, in denen „rechts sein“ immer (noch) mit „Nazi sein“ gleichgesetzt wird? Dabei bedeutet doch „Nazi“ zu sein, nichts anderes als „NationalSOZIALIST“ zu sein. Und wer ist das schon? Auch diese paar dummen Hooligans, die sich selbst „Nazis“ schimpfen, sind in Wahrheit keine NationalSOZIALISTEN, denn sie haben in Wahrheit nicht den leisesten Schimmer von Politik. Außerdem bekämpfen sie ja alles Linke, ergo den Sozialismus, wie könnten sie dann selbst von sich behaupten, Sozialisten (nationaler Ausprägung) zu sein!? Schließlich ist Kim Jong-Un nichts anderes. Er ist ein Nationaler Sozialist. So sieht es aus. Und nicht anders.

Genauso wie bei der (Welt)Politik, haben die meisten Menschen leider auch keine Ahnung bezüglich ihrer eigenen politischen Gesinnung. Gut. Als Student ist man in der Regel eher links. (Und es heißt ja auch so schön: „Wenn Du mit Zwanzig nicht links bist, dann hast Du kein Herz. Aber wenn Du mit Vierzig immer noch links bist, dann hast Du kein Hirn.“) Der Grund dafür ist ganz einfach: Die meisten jungen Leute besitzen nichts. Ihnen steht der Kopf durchweg nach Party. Und als Ausgleich, sozusagen als Kompensation für ihre Schuldgefühle, daß es ihnen so gut geht und ihr eigenes Leben so unbeschwert ist, wählen und unterstützen sie halt linke Parteien und linke Ideologien. Bei den meisten Künstlern (und bei vielen selbsternannten Intellektuellen) ist es genauso: In der Regel darben sie nur so vor sich hin, verdienen nichts mit ihrer Kunst, sind deshalb frustriert und kapitalismusfeindlich, und sind dann auch schnell dabei, sich mit linken Ideologen zu verbünden, beziehungsweise sich denen anzudienen. Ganz anders sieht es dann schon aus, sobald man plötzlich materiellen Erfolg hat und/oder Eigentum erwirbt (in der Regel in Form eines schmucken Einfamilienhauses) und Kinder bekommt. Viele meiner ehemaligen Studienkollegen, die damals angeblich weiß Gott wie links waren, sind es heute ganz und gar nicht mehr. Die Realität des Lebens hat sie inzwischen längst eingeholt, bzw. ihnen längst die Augen geöffnet.

Der größte und wichtigste Indikator dafür, ob Sie, werter Leser, links oder rechts sind, ist folgende simple Frage: „Sind Sie für oder gegen die Erbschaftsteuer?“. An derartigen (auf den ersten Blick banalen) Fragen kann man sehr schnell eruieren, wo man selbst politisch wirklich steht – nämlich entweder im sozialistischen- oder im bürgerlich-konservativen Lager. Ich erinnere mich nur zu gut an den Tag, an dem die Eigentumswohnung der Tante meiner Mutter in Paris zum Erbe anstand. Sie lag direkt neben der Cathédrale Notre-Dame, mitten im Herzen des alten Paris. Ich weiß nicht, ob es heute immer noch so ist, aber damals betrug (Dank der Sozialisten) die Erbschaftssteuer in Frankreich für direkte Nachkommen (Kinder und Eheleute) satte 50%, für Verwandte zweiten Grades (also Enkel, Neffen und Nichten) hingegen schier unglaubliche 75%. Sie können sich sehr schnell ausrechnen, daß eine normale Wohnung in Paris, die sagen wir einmal eine Million Euro wert ist, die erbenden Kinder eine halbe Million Euro an Steuerabgaben kosten würde, die Enkel, Neffen oder Nichten allerdings eine Dreiviertelmillion! Natürlich kann sich das in der Regel kein potentieller Erbe leisten, weshalb also der familiäre Besitz de facto vom Staate zwangsenteignet wird und somit nach jeder einzelnen Generation verloren geht. Besitz wohlgemerkt, der damals vom Nettogehalt angekauft wurde (wovon also bereits Millionensummen an Steuern abgingen), wobei ja bei jedem Immobilienankauf auch noch zusätzliche, nicht unerhebliche Steuern anfallen, wie z.B. die Grunderwerbsteuer, der Eintrag ins Grundbuch, Notar, etc. (Das allein macht ja schon rund 10% vom Kaufpreis aus!), bzw. wird ja beim Verkauf noch die Immobilenveräußerungssteuer und schlimmstenfalls auch noch die Spekulationssteuer fällig, die kürzlich erst in Österreich auf horrende 30% erhöht wurde, etc. Zudem ist das Ganze ohne einen Notar oder Rechtsanwalt nicht abzuwickeln möglich – und die lassen es sich auch fett bezahlen. (Und von einer allfälligen Creditnahme wollen wir schon gar nicht reden – denn da zahlen Sie der Bank, insofern Sie z.B. 100.000 € an Credit aufnehmen, nach 20 Jahren satte 200.000 € zurück! Also das Doppelte!) Die Besitzer all dieser Immobilien haben also ihr Leben lang Länge mal Breite dafür bezahlen müssen, haben ihr Leben darauf gespart, sich in der Regel das Brot vom Munde abgespart, haben auf Urlaube verzichtet, haben hart dafür gearbeitet, Steuern noch und nöcher gezahlt (auch auf ihren Nettolohn, indem dann auch noch Grunderwerbsteuer, etc. schlagend wurden), haben diese Immobilien kostenintensiv unterhalten und gepflegt – und zwar in aller Regel in der Hoffnung, sie eines traurigen Tages an ihre Kinder weitergeben zu können. Und genau hier, werter Leser, scheidet sich die Spreu vom Weizen. Derjenige, der nichts besitzt, der wird für die Erbschaftssteuer sein. Ganz einfach, weil er (angefacht von der derzeit grassierenden „Neiddebatte“) es „ungerecht“ findet, daß jemand „einfach so“ zu Vermögen kommt. Derjenige hingegen, der es im Laufe seines Lebens durch Fleiß und Disziplin zu etwas Wohlstand und Besitz gebracht hat (und diesen unter Umständen an seine Kinder vermachen will), der wird jedoch zwangsläufig dagegen sein – ganz einfach, weil er weiß, daß seine Kinder sich ein Antreten des Erbes in diesem Falle gar nicht werden leisten können. Und dies ist auch einer der vielen Gründe, warum plötzlich Freunde von mir, die während ihrer Studienzeit weiß Gott wie links waren, plötzlich anders denken. Das Haus. Die Kinder. Etc. Denn bei dieser ganzen leidigen Rechts-und-Links-Debatte geht es in Wahrheit gar nicht um „Nazis“ (und eigentlich nicht einmal um Fremdenfeindlichkeit, das steht nämlich auf einem ganz anderen Blatt, siehe weiter unten!), sondern ganz einfach darum, ob Sie der Meinung sind, der Staat solle alles regeln, das Staatsubjekt (also Sie!) solle gar nichts besitzen – oder ob Sie eher der Meinung sind, der Staat solle so wenig Einfluß wie nur irgend möglich auf Ihre individuelle Freiheit nehmen und es solle Ihr natürliches Recht sein, sich so viel Besitz zulegen und aneignen zu dürfen, wie Sie wollen. Nun, werter Leser, in diesem Fall muß ich Ihnen leider sagen: Sie sind nicht links, ja, Sie sind vielmehr rechts, nämlich das (leider immer weiter schwindende) bürgerlich-konservative Lager vertretend, und schlimmer noch, auch ein Kapitalist! Denn einzig darum dreht sich letztendlich diese ganze, leidige Rechts-und-Links-Debatte, und um nichts anderes! Es gibt zahlreiche weitere Beispiele, um Ihre wahre politische Neigung zu testen: Natürlich ist es wichtig und erstrebenswert, daß Menschen, die krank geworden sind oder keine Arbeit finden können, vom Staate unterstützt werden. Aber wie sieht es mit jenen aus, die einfach „keinen Bock“ haben? Der Österreichische Bundeskanzler, Sebastian Kurz, hat nun gerade, erst vor drei Tagen, in genau jene Kerbe geschlagen:

Auch Kanzler Kurz, der gestern gemeint hatte, in Wien würden in vielen Familien in der Früh nur noch die Kinder aufstehen, weil die Eltern nicht arbeiten gehen, legte heute in seiner Kritik an der Bundeshauptstadt nach. Auf die Frage, ob er bei dieser Aussage bleibe, antwortete er: „Ich bleibe bei den Fakten.“ In Wien gebe es 13 Prozent Arbeitslose und 15.000 Obdachlose, und jeder zweite Mindestsicherungsbezieher sei ein Ausländer. Es gebe ein massives Wachstum an Beziehern. „Es kann nicht sein, dass der Arbeitende schlechter aussteigt. Das ist Gift für unsere Gesellschaft“, so der Kanzler, der versicherte, dass die Reform verfassungsrechtlich und europarechtlich halten werde.

(zit. aus: Mindestsicherung: Regierung teilt noch einmal gegen Wien aus)

Finden Sie, werter Leser, es gerecht, daß jemand, der nicht arbeiten WILL, teilweise sogar mehr Geld GESCHENKT bekommt als jemand, der jeden morgen um 5 Uhr aufsteht und im Schneeregen zur Arbeit fährt, um Bürogebäude oder Privatwohnungen zu putzen oder den ganzen Tag an der Cassa im Supermarkt zu sitzen? Falls nein, sind Sie auch kein Linker, sorry! Und einmal ganz abgesehen davon: Wo kämen wir denn da hin, wenn ALLE Menschen plötzlich sagen würden: „Nö, ich hab‘ keinen Bock mehr, ich höre auf zu arbeiten – ich bekomme ohnehin mehr Arbeitslosenhilfe und Mindestsicherung, wenn ich daheim bleibe und gar nichts tue!“, denn vor allem letztere ist in Wien wahrlich fürstlich! Rund 1.000 € im Monat (steuerfrei natürlich!) beziehen Sie, werter Leser, in Wien, ZUSÄTZLICH zu der Mietbeihilfe (wobei nicht selten Ihre GESAMTE Miete vom Staat bezahlt wird!) und dann auch noch Ihre Krankenversicherung, Sozialversicherung, Pensionsversicherung, Kindergeld, etc., etc., etc. Und es geht jetzt hier bei dieser Debatte gar nicht darum, ob die Bezieher dieser großzügigen Sozialleistungen nun In- oder Ausländer sind, wobei man sich aber schon fragen dürfen muß, ob es GERECHT ist, daß jemand, der bislang noch nie Steuern in unserem Land gezahlt hat, exakt dieselben Leistungen beziehen darf wie jemand, der sich jahrzehntelang krummgerackert hat – man ist noch lange kein „Nazi“, wenn man dies tut, und der Österreichische Bundeskanzler ist auch ganz sicher kein „Nazi“, wenn er sagt, „jeder zweite Mindestsicherungsbezieher ist ein Ausländer“! JEDER ZWEITE!

Sie sehen schon, worauf ich hinaus will: Jedwelche linke Ideologie ist eine Utopie! Sie ist ganz einfach nicht realisierbar. Jedes linke System ist bis jetzt kläglich gescheitert. Denn die Sache ist doch ganz einfach: Sie können nur dann Millionen von Menschen Geld schenken (und teilweise, wie in Österreich, sogar mehr als andere mit mühevollster täglicher Arbeit verdienen!), wenn sie es woanders wiederum rauben. Nämlich bei den dummen Fleißigen, die sich tagtäglich krummrackern. In Österreich beträgt das durchschnittliche Einkommen der Menschen lediglich um die 1.800 €. Da ist es dann kein allzu großer Absturz, in die Mindestsicherung zu gehen, denn dort bekommen Sie dann nämlich fast genau dieselbe Summe GESCHENKT, bzw. sogar noch mehr, da ja dann auch noch Ihre Miete, Ihre Kranken- und Sozialversicherung, Ihre Pension, Ihr Kindergeld, etc. vom Staat bezahlt wird! De facto funktionieren also sämtliche linke politische Systeme einzig und allein auf dem Grundprinzip der UMVERTEILUNG. Das, was sich da so schön anhört, ist nichts anderes als hundsgemeiner Raub! Und das sich daraus ergebende Grundproblem aller linker politischer Systeme ist letztendlich der Fakt, daß es irgendwann, nachdem alle Fleißigen und Willigen skrupellos ausgeplündert wurden und deren ganzes Hab und Gut „umverteilt“ wurde, dann irgendwann NIEMAND mehr irgendwas besitzt! Alle sind pleite, der sozialistische Staat ist bankrott, der Sozialismus tot. (Hitler, dieser NationalSOZIALIST, hat es schließlich keinen Deut anders gemacht – in diesem Falle waren die Opfer nun mal Juden, weil die Deutschen und die Österreicher nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg in der Regel nichts mehr besaßen!) Denn der Sozialismus funktioniert nun mal ausschließlich wie ein parasitäres Wesen, wie ein Virus oder ein tödliches Bakterium: Er saugt den Vermögenden, den Willigen und Fleißigen allen Lebenssaft aus, bis am Ende nurmehr ein Heer aus Unvermögenden, Unwilligen und Faulen übrigbleibt – und dann bricht das ganze System urplötzlich und naturgemäß zusammen; das kennen wir alle, das haben wir alle schon x-mal erlebt. Also Vorsicht, wenn es um vollmundige, linke Wahlversprechen geht, wie: „Gratis Öffis für alle!“, „Gratis Einkommen für alle!“, „Gratis Wohnraum für alle!“, „Überhaupt alles gratis für alle!“. Denn jeder, der auch nur einen Funken Verstand besitzt, der kann sich ganz einfach ausrechnen, daß dies alles in Wahrheit ganz und gar nicht „gratis“ ist! Nein, denn die wenigen Deppen, die dann noch so blöd sind, arbeiten zu gehen, die bezahlen diesen ganzen Wahnsinn dann letztendlich mit ihren Steuern! Liebe Leute: Nichts ist gratis! Auch der Tod nicht! „Geschenkt ist nur der Tod!“: Dieser Spruch stimmt nämlich nicht, wie man leider erst weiß, sobald man ein Begräbnis zu bezahlen hat. Der Tod kann mitunter sogar so richtig teuer sein!

Ganz ähnlich sieht es bei dem Punkt der „Elitenförderung“ aus. Diese ist nämlich in jedem linken System per se unerwünscht. Auch (und das ist das wirklich Schockierende!) in der Demokratie! Schließlich benötigt man auch dort vornehmlich eine blinde Masse an völlig gleichgemachten und gleichgeschalteten Subjekten, die den Sozialstaat tragen, ergo den ganzen Wahnsinn ohne das leiseste Aufmucken finanzieren. Wozu Philosophen und Künstler? Die tragen ja nun wirklich nicht dazu bei, die hungrigen Arbeiter und Bauern zu ernähren. Deutschland mag zwar permanent den „Superstar“ suchen – und nebenbei dann auch noch „Germany’s Next Topmodel“ küren – aber Fakt ist leider: Eine (intellektuelle oder gesellschaftliche) Elite ist etwas ganz anderes! Das haben sogar die Kommunisten erkannt – und förderten wie wild Sportler und Künstler, nämlich um Dank derer Leistungen ihre eigene Legitimation vor dem Ausland verteidigen zu können. Und die Mähr, daß im Kommunismus wirklich alle „gleich“ sind, können Sie sich ebenfalls getrost abschminken – oder glauben Sie etwa allen Ernstes, Kim Jong-Un besäße dasselbe wie seine Bauern und Arbeiter – also nichts!? Träumen Sie weiter!

Der Punkt ist also folgender: Jeder Mensch, der im Laufe seines Lebens (in der Regel höchst unangenehme) Erfahrungen sammelt, entfernt sich immer weiter von derart linken, utopischen und idealistischen Ansichten. Viele behaupten dann zwar immer noch, sie seien „links“, sind es aber in Wahrheit ganz und gar nicht. Sie meinen damit vielleicht nur, daß sie „nicht fremdenfeindlich“ sind, aber das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun – Sie können auch rechts sein und fremdenfreundlich, aber auch links und fremdenfeindlich – und überhaupt ist z.B. Thilo Sarrazin ein Anhänger und Mitglied der SPD, also ein LINKER, und Sarah Wagenknecht, offiziell eine Linke, ist in Wahrheit dermaßen rechts, daß es eine wahre Freude ist! Dito Gregor Gysi. Sie sehen also: Die Grenzen verschwimmen sehr schnell und sehr leicht, sobald man es einmal wagt, an diesen scheinbar fest in Stein gemeißelten „Rechts“- und „Links“-Labels zu kratzen.

Und damit zurück zu Michel Houellebecq. Denn man kann von ihm halten was man will, aber eines muß man ihm lassen: er bleibt bei allem politisch NEUTRAL – er teilt vielmehr nach ALLEN Seiten aus! – und das sollte ein wahrer Intellektueller meiner Meinung nach auch tun! In diesem Punkt ist Michel Houellebecq inzwischen fast schon einzigartig. Denn es gibt leider viele (so gut wie alle!) Vertreter seiner Zunft, die entweder mit ihrer eigenen (linken) Gesinnung frech hausieren gehen (Robert Menasse, um nur ein geschmackloses Beispiel von Tausenden zu nennen) oder ihre eigenen (linken) Ideale verraten (wie Elfriede Jelinek zum Beispiel, die zwar vorgibt, immer noch eine „überzeugte Kommunistin“ zu sein, aber als Millionärin inzwischen lebt, wie die Made im Speck, beziehungsweise wie die Geissens, aber natürlich nicht so vulgär). Es ist nämlich nicht die Aufgabe eines Schriftstellers und Künstlers (oder gar die eines Intellektuellen) seine Machtposition zu mißbrauchen und seinen Lesern seine eigene Gesinnung aufzudrängen, sondern vielmehr, Denkanstöße zu vermitteln und seine Leser zu einem EIGENSTÄNDIGEN Denk- und Evaluierungsprozeß anzuregen, notfalls sogar aufzurütteln. Ein Intellektueller darf und soll polarisieren. Er soll Tacheles reden dürfen! In meinem Roman „Schwartz auf Weiss“ zum Beispiel, geht es doch genau darum: Einer der beiden Protagonisten ist rechts (also bürgerlich-konservativ, zudem auch noch Katholik), der andere hingegen ist links-liberal und Atheist. Die Aufgabe (und die Pflicht!) des Schriftstellers ist es nun, in keinster Weise Stellung zu beziehen, sondern, in einer Art schizophrenem mentalen Aufspaltungsprozeß, beiden Protagonisten gleichermaßen eine Art „Lebens- oder vielmehr Existenzberechtigung“ zu erteilen, ohne zu werten, ohne zu VERurteilen, ohne den Leser direkt zu beeinflussen, sondern diesem vielmehr eigene Gedanken bzgl. dieser Causa zu ermöglichen. Und das ist die WAHRE Kunst (und gleichsam auch die Schwierigkeit) an der Kunst. Nur die wenigsten Künstler sind ihr gewachsen. Und heute noch weniger als noch vor einigen Dekaden, erscheint mir. Es gibt IMMER (mindestens) zwei Ansichten und zwei Sichtweisen auf die Dinge. Ein eingefleischter, überzeugter Linker wird seine Sicht genauso für die einzig richtige halten, wie ein eingefleischter, überzeugter Rechter diese für falsch halten wird – und vice versa. Man kommt nicht weiter, wenn Vertreter der jeweiligen politischen Gesinnungen nun systematisch hausieren gehen und krampfhaft nach Anhängern und Nachfolgern suchen, gleichsam wie Rattenfänger. Vielmehr sollte man sich eines stets ins Bewußtsein rufen: Wir alle werden sterben. Die einen früher. Die anderen später. Aber keiner von uns wird das alles hier überleben. Egal ob links. Oder rechts. Die alles entscheidende Frage also, die sich angesichts dieser (Er)Kenntnis vielmehr stellt, ist: Sollen wir unseren Nachkommen etwas hinterlassen dürfen? Ganz konkret: Eine wahre gesellschaftliche und intellektuelle Elite, der wir vertrauen können, der wir getrost nacheifern können, die wir uns zum Vorbild nehmen können? Eine gesellschaftliche und intellektuelle Elite, die politisch unabhängig und somit politisch neutral ist!? Die uns zum eigenständigen Denken anregt, anstatt uns permanent mit erhobenem Zeigefinger zu bevormunden!? Und, einmal ganz praktisch und prosaisch gedacht: Sollen wir unseren Nachkommen materiell etwas hinterlassen dürfen? Das eigene Haus. Zum Beispiel. Oder die Eigentumswohnung. Im besten Fall unseren Kindern. Damit unser ganzes Mühen nicht völlig für die Katz war. Und damit sie es damit etwas ein ganz klein wenig einfacher haben in dieser Welt. Die einfach nicht gerecht ist. Denn das ist eine unumstößliche Tatsache. Wollen wir also unseren Kindern zumindest unsere materiellen Errungenschaften hinterlassen dürfen, damit diese es vielleicht ein wenig einfacher haben werden als wir selbst – oder wollen wir unsere Nachkommen mit stetig anwachsenden Schulden und sich stetig erhöhenden Steuern belasten und ihnen zu diesem Zwecke Lügen erzählen von einer vermeintlich besseren Zukunft, in der es allen Menschen besser gehen wird? Eine reine Utopie, die niemals realisiert werden kann. Ganz einfach. Weil eben nicht alle Menschen gleich sind. Dies auch noch nie waren. Und es auch niemals sein werden. Und ganz einfach. Weil die Welt (und das Leben an sich!) einfach nicht gerecht ist. Sie war es auch noch nie. Und sie wird es auch niemals sein. Ganz egal was wir tun. Und unter Umständen. Machen wir sie durch unsere naiven utopischen Illusionen im Endeffekt noch viel, viel schlechter.

© Patrick Karez, 2019

ZUFALL?

Gestern Nacht. Stieß ich mehr oder weniger zufällig auf den Blog einer mir unbekannten Person. Mehr oder weniger zufällig deshalb, weil dieser Blog meinen Namen beinhaltete. Gut, Sie werden jetzt denken, daß ich ein armer, eitler Freak bin, der nichts besseres zu tun hat als sich selbst im Internet hinterherzuspionieren. Aber schließlich lebe ich von meinen Büchern und muß ab und zu nachschauen, wie diese sich verkaufen, bzw. welche Reaktionen es dazu gibt. Nun denn. Ich las diesen Blog der mir unbekannten Person, die scheinbar meine Romanbiographie über Gustav Klimt gelesen hat. Und dieser Blog wühlte mich derart auf, daß ich erst um 5 Uhr in der Früh einschlafen konnte. Ich verspürte den unbändigen Drang, diese Person zu kontaktieren und ihr etwas von Herzen zu schreiben, etwas Warmes, etwas Versöhnliches, denn diese Person durchleidet momentan einen furchtbaren Verlust. Der Tod eines Kindes muß die Hölle sein. Da ich selbst in letzter Zeit vom Tod nicht verschont geblieben bin, fühlte ich wirklich mit. Doch was sollte ich ihr schreiben? Sämtliche Versuche erschienen mir unpassend und floskelhaft. Also ließ ich es bleiben und ging endlich ins Bett. Heute früh dann die Überraschung: Diese Person hatte mich während der frühen Morgenstunden aus eigenem Antrieb kontaktiert.

©Patrick Karez, 2018

WER HAT ANGST. VORM SCHWARZEN MANN.

Eigentlich hatte ich nicht darüber schreiben wollen. Ganz einfach. Damit man mich nicht für einen Spinner hält. Schriftsteller halt. Zu viel Phantasie. Nun denn. Anfang dieses Jahres (Anfang Februar) hatte ich in der Früh einen seltsamen Traum. Aber ein Traum war es nicht wirklich. Sondern vielmehr eine Art Vision. Eine Begegnung. Oder Heimsuchung. Wie auch immer man es nennen mag. Stand neben meinem Bett eine sehr hohe Gestalt. Mehr als zwei Meter hoch. Und schwarz. Im wahrsten Sinne des Wortes. Schwarz. Auch das Gesicht. Das ich noch nie zuvor gesehen hatte. Und das mir auch nicht ansatzweise bekannt erschien. Bullig. Und eher von rundlicher Form. Auch das Haar. Kraus. Und pechschwarz. Eher von männlicher Erscheinung. Aber nicht zwangsläufig. Zu groß. Für einen normalen Menschen. Starrte diese Gestalt mich einfach nur an. Sie bewegte sich nicht. Sie redete nicht mit mir. Sie stand einfach nur seitlich zu meinen Füßen da. Ungefähr eineinhalb Meter vom Bett entfernt. Leicht vornübergebeugt. Starrte sie mich mit seitlich nach links geneigtem Kopf an. Mit weit geöffneten Augen. Die jedoch völlig ausdruckslos waren. Und keinerlei Emotion verrieten. Wie jene eines Forschers. Der seinen Probanden beobachtet. Scheinbar teilnahmslos. Lag ich hingegen wie paralysiert auf dem Rücken. Konnte mich nicht bewegen. Nichts sagen. Als mein Herz zu rasen begann. Wechselte die Kleidung der Gestalt plötzlich von Schwarz zu Rot. Vermutlich. Um mir weniger Angst einzuflößen. Da mein Herz immer noch sehr schnell schlug. Verwandelte sich die Kleidung erneut. Und zwar zu einer Art rotem Rock. Oder Kleid. Was grotesk wirkte. (Fast wie ein Schwarzafrikaner. Im roten Frauenkleid.) Und somit meine Annahme nur unterstützte. Daß dieses Wesen nicht gekommen war. Um mir Angst einzujagen. Sondern vielmehr. Um mir etwas mitzuteilen. Weshalb ich mich sogleich bemühte. Eine Kommunikation mit ihm aufzunehmen. Was jedoch vergeblich war. Ich blieb gelähmt. Ich konnte nicht einmal mein Gesicht nach ihm wenden. Lediglich meine Augen gewahrten ihn aus dem Winkel. Rechts. Neben dem Bette stehen. Beziehungsweise darüber. Weshalb ich auch keine Beine oder Füße erkennen konnte. Das wichtigste an ihm schienen ohnehin nur die Augen zu sein. Denn alles andere war ja offensichtlich nicht statisch. Sondern vielmehr einer Wandlung unterworfen.

Ich weiß nicht. Ob mir eine direkte Kommunikation mit diesem Wesen gelungen wäre. Denn ich war nicht allein. Und wurde geweckt. Weil ich im Schlaf wohl wimmerte. Angst. Hatte ich nicht wirklich gehabt. Ich hatte irgendwie gewußt. Daß dieser schwarze Mann mich nicht berühren wird. Daß er mir nichts antun wird. Aber ich hatte auch gewußt. Daß sein Auftauchen nichts Gutes verhieß. Vielmehr erschien es mir so. Als wolle er mich vor etwas warnen. Wie ein Bote. Aus einer anderen Welt. Instinktiv. Brachte ich ihn mit dem Tod in Verbindung. (Denn warum sonst sollte er ausgerechnet schwarz sein?) Das wirklich Irritierende und Beklemmende an dieser Begegnung war jedoch dieses seltsame Gefühl des Wachseins. Und dabei doch zu schlafen. Vielleicht. Etwas dazwischen halt. Zwischen Traum. Und Realität. Obwohl es mehr Realität war. Als Traum. Ein Tagtraum. Ein Traumtag. Denn es war tatsächlich bereits hell. Die Sonne schien sogar ins Zimmer. Weshalb die gesamte Situation noch um ein Vieles realistischer erschien.

Nur wenige Tage später ging es dann los: Zunächst verreckten mir sämtliche elektronische Geräte: Zuerst mein Laptop. Mein wichtigstes Arbeitsgerät. Einfach so. Ohne Vorwarnung. Dann mein Mobiltelephon. Einfach so. Ohne Vorwarnung. Samt allen Daten. Die Geräte waren beide nicht alt gewesen. Sie waren vielmehr gut unterhalten und gepflegt worden. Es gab keine logische Erklärung für diesen Totalausfall. Innerhalb kürzester Zeit. War ich jeglicher technischer Kommunikations- und Ausdrucksmittel beraubt. Und dann. Noch im selben Monat. Februar. Nur wenige Tage nach dieser Heimsuchung. Begann eine furchtbare Todesserie. Die erst kurz vor Jahresende abriß. Jeden Monat. Starb jemand. Manchmal auch zwei. Oder drei. Vor allem Freunde. Und Bekannte. Aber auch Familienmitglieder. So oft wie 2018 war ich noch nie in meinem ganzen Leben mit dem Tod konfrontiert gewesen. Und hatte auch noch nie so oft zu Begräbnissen ausrücken müssen. Ich bewältigte das alles. Wie im Taumel. Ich wartete irgendwann nurmehr bloß. Auf den nächsten Todesfall. Und der stellte sich dann tatsächlich auch innerhalb weniger Wochen oder gar Tagen ein. Aber ich war nicht allein damit. In meinem ganzen Umfeld starben die Menschen wie die Fliegen. Aber nicht irgendwelche. Sondern die jeweils wichtigsten. Die geliebtesten. Mein bester Freund etwa. Verlor innerhalb weniger Wochen praktisch zwei Drittel seiner Familie. Ich kannte diese Menschen seit zwanzig Jahren. Und ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so sehr um einen geliebten Menschen geweint. Ich habe heuer sogar zum ersten Mal einen Menschen sterben sehen. Einen relativ jungen Menschen sogar. Einen der energetischsten und lebensbejahendsten Menschen, die ich überhaupt kannte. Unter schlimmsten Schmerzen. Förmlich erstickt. Noch wenige Tage zuvor. Sind wir gemeinsam spazieren gegangen. Hatten gemeinsam gegessen. Und gelacht. Und dann Zack. Einfach weg. Nur eine Woche später. Starb einer (meiner drei) Onkel. Und bald darauf der zweite. Mehr als die Todesfälle selbst. Belastete mich die Trauer. Meines Freundes. Um seine Mutter. Beziehungsweise die Trauer. Meiner Mutter. Um ihre beiden Brüder. Und dann gab es zahlreiche seltsame Todesfälle. Ein Fenstersturz. Zum Beispiel. Aus dem vierten Stock. Obwohl nach außen hin alles in Ordnung zu sein schien. Ausgerechnet. Zu Weihnachten. Schnitt sich ein Jugendlicher die Pulsadern auf. Ein anderer junger Mensch. Mit dem ich noch in New York Thanksgiving gefeiert hatte. Wurde von einem Auto überfahren. Mit 35. Der frisch verheiratete Ehemann. Der des nachts aufsteht. Um zur Toilette zu gehen. Und tot umfällt. Obwohl er nie gesundheitliche Beschwerden hatte. Und eine junge Witwe mit einem nicht einmal einjährigen Kind hinterließ. Solche Geschichten hört oder liest man oft. Aber sie geschehen in der Regel nicht im engsten Freundeskreis. Zumindest nicht derart geballt. Nicht wöchentlich. Und zwar ein ganzes Jahr lang.

Ich hatte es gleich gewußt. Nachdem mir diese schwarze Gestalt erschienen war. Etwas würde geschehen. Etwas Unangenehmes. Ein Todesfall. Oder mehrere. Ich war gewarnt. Dennoch beantwortet dies alles nicht die Frage. Was genau mir da Anfang des Jahres überhaupt widerfahren ist. Vom Gefühl her kam diese schwarze Gestalt einem Boten gleich. Einem Vermittler. Der nicht von dieser Welt war. Weder gut. Noch böse. Sondern neutral. Nichtmenschlich. In menschlicher Gestalt. Fast wie ein Außerirdischer. Oder ein Zeitreisender. Der einfach erscheint. Um vor zukünftigen Dingen zu warnen. Nicht mit böser Absicht. Denn nicht diese Gestalt hat all die Leben in meinem Umkreis genommen. Oder etwa doch? Hatte sie gar mich selbst holen wollen? Warum tat sie es nicht? Ich weiß es nicht. Muß man etwa einen Preis zahlen für das Gute, das einem widerfährt? Oder ist dies die Konsequenz daraus, wenn man den „vorgegebenen Pfad“ verläßt? Oder hat das eine mit dem anderen rein gar nichts zu tun? Und warum war die Gestalt schwarz? Wo doch eine schwarze Gestalt per se furchteinflößend ist? Jedenfalls furchteinflößender als es eine helle Gestalt wäre? Oder war es gar mein eigenes Unterbewußtsein? Wissen wir vielleicht mehr als uns lieb ist? Ich weiß keine Antwort auf all diese Fragen. Aber eines weiß ich ganz sicher: Es war keinesfalls ein bloßer Traum. Und „zufällig“ war er auch nicht. Diese Gestalt war nicht eingebildet. Sie war da. Und ihre verheerenden Folgen lassen sich nicht von der Hand weisen.

Nur wenig später habe ich einen lieben Menschen sterben sehen. Zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt. Erscheint mir der Tod seither noch absurder. Und unnötiger. Noch grausamer. Und unverständlicher. Wenn ein lieber Mensch vor den eigenen Augen erstickt. Und furchtbare Schmerzen erleidet. Ein relativ junger Mensch noch dazu. Dann fragt man sich schon: Wozu das alles? Wozu all das Leid. Der Schmerz. Die Trauer. Die Angst. Die Mühe. Wenn man doch am Ende ausgelöscht wird und zu Asche zerfällt. Was bleibt übrig, außer Erinnerungen? Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod. Ich bin kein Romantiker, sondern ein Pragmatiker. Und dennoch gibt es da etwas, das wir uns nicht erklären können. Diese schwarze Gestalt war definitiv mehr als nur eine sich manifestierende Intuition. Als eine materialisierte unbewußte Erkenntnis. Es war vielmehr eine als real empfundene Erfahrung. Durch eine für mich real existierende Daseinsform. In einer Zwischenwelt. In einem Metazustand. Zwischen Wachsein. Und Schlaf. Ein Wesen. Das nicht menschlich war. Aber einem Menschen ähnelte. Aber warum dann so schlecht? So unvollkommen? Erschräke man mehr, wenn die Gestalt einem echten Menschen ähnlicher sähe? Vermutlich schon. Und erschräke man mehr, wenn die Gestalt einem echten Menschen weniger ähnlich sähe? Mit Sicherheit. Aber warum gab es keinerlei Kommunikation oder Interaktion? Sondern nur dieses Gefühl. Völlig gelähmt zu sein. Und dabei beobachtet zu werden.

Abgesehen davon war es ein sehr gutes und sehr wichtiges Jahr für mich. Ein Jahr, in dem sich mein Leben grundlegend verändert hat. Und zwar in jeglicher Hinsicht. Durchaus in besserer Hinsicht, auch wenn es anfangs vielleicht nicht danach aussah. Aus jeder vermeintlichen Niederlage wurde letztendlich doch noch ein Erfolg. Dabei erschien mir alles seltsam ineinandergreifend, beinahe schon wie „vorprogrammiert“, obwohl ich an so etwas nicht wirklich glaube. Ich bin kein naiver Mensch. Ich interessiere mich nicht für Okkultes. Geschweige denn für Esoterisches. Ich bin kein gläubiger Mensch. Umso unerklärlicher erscheint mir diese seltsame Begebenheit. Und ich bin auch kein ängstlicher Mensch. Ich habe eigentlich vor nichts Angst. Nicht vor dem Dunkel. Nicht vor der Einsamkeit. Auch nicht vor dem Tod. Natürlich ist der Tod nur schwer zu ertragen. Er ist nicht einmal zu begreifen. Mit aller uns innewohnender Logik nicht. Aber so ist er nun mal. Daran können wir leider nichts ändern. Vielmehr sollten wir nicht in blinde Trauer verfallen. Sondern weiterleben. Unter dem Motto: „Jetzt erst recht!“. Und wir sollten alles als gegebene Notwendigkeit annehmen. Ja. Als Geschenk. So platt dies auch klingen mag. Das Leben ist ein Geschenk. Es ist ein Privileg. Man muß jedoch einen Plan haben. Ein Ziel. Einen Grund. Zu leben. Und es ist erstaunlich. Wie sehr alles ineinandergreift. Sich alles ergibt. Wie von selbst. Wenn man nur die Hoffnung nicht verliert. Wenn man glaubt. Daß alles funktionieren wird. Daß alles besser wird.

Der Mensch hat stets die Wahl: Sieht er sich selbst als Opfer, so wird er es auch. Fühlt er sich „vom Pech verfolgt“, so wird er es auch. Wir haben mehr Einfluß auf den Lauf der Dinge als es uns bewußt ist. Und der Tod sollte uns nicht davon abhalten. Im Gegenteil. Er kann uns sogar Kraft geben. Uns als Inspirations- und Energiequelle dienen. So pervers dies auch klingen mag. Denn in blinder Trauer übersehen wir oft die anderen Dinge. Die guten Dinge. Auch wir machen einen ungeheueren Wandlungsprozeß durch. Sobald ein geliebter Mensch stirbt. In der Regel. Zum Guten. Zum Besseren. Zum Stärkeren. Zum Wissenderen. Denn wir beginnen zu trennen. Wichtiges. Von Unwichtigem. Bedeutungsvolles. Von Inhaltsleerem. Und wir nutzen unsere Zeit. Von der uns jeden Tag ein Stück weniger übrigbleibt.

©Patrick Karez, 2018

SCHON WIEDER!

Vorhin ist mir um ein Haar die Kaffeetasse aus der Hand gefallen. Aber nicht wegen dieses erneuten islamischen Terroranschlags. Das war zu erwarten. Sondern wegen der damit verbundenen Berichterstattung. Aber alles der Reihe nach…

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Okay. So weit. So gut. „Obwohl Anti-Terror-Spezialisten die Ermittlungen im Fall des Anschlags in Straßburg übernommen haben, will sich das französische Innenministerium nicht auf ein terroristisches Motiv des Täters festlegen.“ Nun. Hierzu muß es wahrlich triftige Gründe haben. Vermutlich. Weil der Täter Christ ist. Oder sowas in der Art. Ich lese gespannt weiter…

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Okay. Also der Täter war schon „mehrfach im Gefängnis gewesen, und dort auch eine Radikalisierung festgestellt worden, „allerdings nur in der religiösen Praxis“.“ Ich stutze. Was soll das denn bedeuten? Also scheinbar doch kein Christ. Sondern ein Mohammedaner. Wie immer. In derartigen Fällen. Aber warum nennt der Journalist das Kind nicht beim Namen? Und wie kann es sein, daß jemand im Gefängnis bezüglich seiner „religiösen Praxis“ „radikalisiert“ wurde – und der Terroranschlag dann doch höchstwahrscheinlich gar kein „terroristisches Motiv“ hat? Es wird immer spannender. Also bleibe ich am Ball…

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Okay. Ich bin sprachlos. Nein. Ich meine es ganz und gar nicht zynisch. Ich bin WIRKLICH sprachlos. Nein. Vielmehr. FASSUNGSLOS. Der Täter ist also bereits (vermutlich schon seit vielen Jahren) den „Geheimdiensten als potenzieller Gewalttäter bekannt gewesen und bereits mehrfach im Gefängnis gewesen“ und zudem „bereits im Sicherheitsakt „Fiche S“ geführt worden – einer Liste von Personen, die verdächtigt werden, radikalisiert zu sein“ – also bereits auf einer Terrorliste des Geheimdienstes geführt.  TROTZDEM geht man NICHT von einem (islamisch motivierten) Terrorakt aus? Wie blöd kann man eigentlich sein? Und ich meine damit nicht etwa die Geheimdienste oder das französische Innenministerium. Ich meine damit die Journaille. Die uns systematisch für dumm verkaufen will. Aber es kommt noch besser…

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Kleine Notiz am Rande: Dieser „Täter“ war nicht nur in Frankreich kriminell unterwegs. Sondern auch in Deutschland. Und in der Schweiz. (Und weiß der Teufel noch wo!) Also ein regelrechter „Kriminalitäts-Tourist“. Wenn man das so sagen darf. Hoffe ich. Inständig. Daß es sich dabei um keinen sogenannten „Flüchtling“ (aus dem islamischen Raum) handelt. Denn dies würde das Vertrauen der Bevölkerung Europas bis ins Mark erschüttern. Freilich. Nicht in die „Flüchtlinge“. Sondern in seine Politiker. Aber lesen wir munter weiter:

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Ein terroristischer Hintergrund sei im Monent noch nicht sicher, sagte Nunez“. Heißt es hier nochmal. Nur um dann zu berichten: „Bei der Durchsuchung seiner Wohnung sollen Granaten gefunden worden sein.“ Okay. Bin nur ich so blöd? Oder so ein furchtbarer Rassist? Nazi? Und Rechtsextremer? Oder sehe nur ich eine gewisse Verbindung? Zwischen Bombenfunden in der Wohnung des Täters und seinem Anschlag auf den (christlichen) Weihnachtsmarkt? Kein Mensch außer mir scheint da eine Verbindung zu erkennen. Weder der Geheimdienst. Noch das Innenministerium. Und erst recht nicht der Journalist des ORF. Stutzig macht mich dann des weiteren der Name des Täters. „Cherif C.“. Das klingt nicht gerade sehr europäisch. Und christlich. Schon gar nicht. Meiner Meinung nach. Handelt es sich dabei um einen Mohammedaner. Hundertprozentig. Aber scheinbar sehe nur ich das so. Bin ich deshalb wirklich ein Rassist? Ein Nazi? Ein Rechtsextremer?

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Aber der klägliche Erklärungsversuch bezüglich der Motivation des Täters schlägt dem Faß dann schließlich noch den Boden aus: Er habe „möglicherweise SPONTAN“ reagiert! Okay. Verlieren wir nicht die Fassung. Fassen wir lieber noch einmal die Fakten zusammen: Ein Täter. Cherif C. (Dessen Name auf einen islamischen Kulturkreis schließen läßt.) Hortet in seiner Wohnung Bomben. Und wurde in zahlreichen Gefängnissen religiös (also islamisch) radikalisiert. Dieser Typ erschießt also ganz „SPONTAN“ Menschen? Auf einem (christlichen) WEIHNACHTSMARKT? Und es war KEIN (islamisch motivierter) Terrorakt? Was soll man dazu noch sagen?

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Ich weiß. Es klingt rassistisch. Und nationalsozialistisch. Und rechtsextrem. Aber ich würde mich nicht wundern. Wenn es sich bei diesem „Cherif C.“ um einen Flüchtling handelt. Tja. Und falls nicht. Dann ist er jetzt tatsächlich einer. Denn: „Es wird nicht ausgeschlossen, dass der Attentäter nach Deutschland geflüchtet sein könnte“. Ein Flüchtling. Auf der Flucht. Und wohin? Nach Deutschland? Vielen Dank. Frankreich. Und vielen Dank. Französische Polizei. Warum erschießt man ein derartiges Gesindel nicht auf der Stelle? Warum gibt es keine bewaffnete Wache auf den Weihnachtsmärkten? Ich weiß. Es ist schrecklich. Wenn Familien mit kleinen Kindern auf den Weihnachtsmarkt gehen. Und dabei in die Mündung einer Kalaschnikov schauen müssen. Aber es geht nun mal nicht anders. Dank dieser gottverdammten „Willkommenskultur“. Und dem Wunsch nach einer „multikulturellen Gesellschaft“. Wird der europäischen Bevölkerung nun auch noch die gesamte Advents- und Weihnachtszeit vergällt.

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Aber hey! Kein Problem! „Als Sicherheitsmaßnahme bleibt auch der Weihnachtsmarkt in Straßburg geschlossen – ebenso wie die kulturellen Einrichtungen dieser Stadt, wie es in einer Mitteilung der Stadt hieß. Der Unterricht sollte am Mittwoch an Volks- und Vorschulen ausgesetzt werden. Eltern wurde geraten, ihre Kinder zu Hause zu lassen, wie die Präfektur mitteilte.“ Na super! Problem gelöst! Dann schließen wir einfach alle Weihnachtsmärkte! Damit es keine weiteren (islamischen) Terroranschläge gibt! (Pardon: islamiSTIschen! Denn das ist ja etwas VÖLLIG anderes!) Jeder, der einmal einen Stand auf einem Weihnachtsmarkt betreiben mußte, weiß, mit welchen horrenden Kosten dies verbunden ist und wie gering die Marge (falls überhaupt eine übrigbleibt) ausfällt. Aber hey! Kein Problem! Wir schließen einfach die ganze Bude hier! Nur weil ein religiös fanatisiertes (islamisches) Arschloch meint, es müsse auf dem Weihnachtmarkt (christliche) Menschen erschießen!?

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Okay. Dazu kann selbst ich nichts sagen. Da fehlen selbst mir die Worte. (Und ich bin normalerweise um kein Wort verlegen, wie man weiß!)

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Oh. Mein. Gott. Und wenn sie nicht gestorben sind. Dann leben sie noch heute… Nein. Leute. Es sind nicht die Rechten. Welche mühsam ihre Wählerschaft rekrutieren müssen. Es sind vielmehr die Linken. Welche mit derartigen „politisch korrekten“ Zeitungsartikeln die Bevölkerung Europas (und der Welt) zu Millionen in die Hände der rechten Parteien treiben. (Und sich anschließend darüber beschweren, daß der „Rechtsextremismus“ zunimmt!) Nein. Liebe Linken. Diese handfeste Krise der linken Politik ist hausgemacht. Sozusagen. Selbstverschuldet.

© Patrick Karez, 2018

EU

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Ein neues Gustostückerl. Vom ORF. Großbritannien verläßt nach 45 Jahren die EU. Unglaublich. 45 Jahre gibt es die EU also schon? Einfach unfaßbar. Was der ORF da tagtäglich für Klöpse liefert. Wer schreibt und recherchiert dort eigentlich die Artikel? Vermutlich kostenlose Praktikanten. Also Schüler. Die nicht den Unterschied kennen. Zwischen EU. Und EG. Und dazu noch die ganze tendenziöse Berichterstattung. Sogar von „Gästinnen“ (18. und 20. August 2018) war dort unlängst gleich mehrmals die Rede gewesen. Und von „Migrantinnen”. Auf einem Schlepperboot. Auf dem nur lauter Männer waren. Oder von „Jägerinnen und Sammlerinnen”. In einem Artikel über die Steinzeit. (22. August 2018) „Steinzeit-Jägerinnen”? Im Ernst jetzt? So in der Art von Xena!? Nichts weiter als gezielte Sprach- und Geschichtsverfälschung.  Und zwar am laufenden Band. Aber Hauptsache politisch korrekt. Das ist staatliche Berichterstattung. Anno 2018.

© Patrick Karez, 2018

 

SCHWARTZ. AUF. WEISS.

Montag. Den 12. November 2018. Mein neues Buch ist heute erschienen. Aber so neu ist es nicht wirklich. Sondern genau 15 Jahre alt. Im Frühjahr 2004 habe ich es geschrieben. Anläßlich einer dreimonatigen Studienreise durch Südostasien.

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Alle weiteren Infos hier:

Patrick Karez – Schwartz auf Weiss – Amazon

Patrick Karez – Schwartz auf Weiss

 

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Donnerstag. Den 1. November 2018. Hier das Cover. Zu meinem neuen Roman. Schwartz auf Weiss. Der demnächst erscheint.

SPRACHPOLIZEI.

Okay. Daß diese blöde Microsoft-Sprachpolizei bei Wörtern wie „Neger”, „Arbeitsloser“ oder „Behinderter“ Alarm schlägt und nach einer „neutralen Sprache“ verlangt, ist ja heutzutage nicht mehr verwunderlich. Aber bei „Krankenschwester”? Und „Putzfrau”? Wie sehr wollen diese linken Weltverbesserer denn noch in unsere Sprache eingreifen? Etwa so lange, bis auch die letzten Wörter eliminiert sind, die irgendwen vor den Kopf stoßen könnten?

Eine Putzfrau. Ist eine Putzfrau. Ist eine Putzfrau. Ist eine Putzfrau.

(frei nach Gertrude Stein)

#gebtunsunseresprachewieder!

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JÄGERINNEN. DER STEINZEIT.

Der ORF. Ist ja immer für einen Lacher gut. Doch das hier ist mehr als das. Es ist bewußte und gezielte Geschichtsverfälschung. Im Sinne einer neuen linken feministisch-gegenderten Multikultiregenbogenwelt.

Dumm. Dümmer. ORF.

#gebtunsunseregeschichtewieder!

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GÄSTINNEN. DIE ZWEITE.

Heute. Nur zwei Tage später. Hat es der ORF schon wieder getan. Die linke Journaille dreht jetzt offensichtlich komplett durch!

#gebtunsunseresprachewieder!

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